Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Chronik

Obervellach – Eine Zeitreise durch die Gemeinde und ihre Umgebung


Obervellach war ein traditioneller Bergbauort und erreichte mit dem Abbau von Gold und Silber im 16. Jh. seine bedeutendste Phase. Mit dem Niedergang des Edelmetallbergbaues im 17. Jh. verarmte der Markt, hinzu kamen Überschwemmungen und Vermurungen. Nach dem Fund von Kupfer im Jahr 1689 in der Großfragant gab es wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. In der jüngeren Zeit erlebte Obervellach durch den Tourismus und den hier ansässigen Gewerbebetrieben seine heutige Bedeutung.



Obervellach's faszinierende Zeitreise:


Im 10. Jh.
wird velach, später Vellach und Obervellach bereits urkundlich erwähnt. Die Urkunde stammt vom Bischof Abraham von Freising, der zwischen 957 und 993 regierte.

Im 12. Jh.
erwirbt ein Görzer Ministerialengeschlecht in Obervellach gräfliche Rechte und erhält vom Bischof in Freising unser Gebiet.

Im Jahre 1164
wird die Burg Oberfalkenstein Sitz der Görzer Grafen.

Im Jahre 1256
wird Obervellach erstmals urkundlich als Markt (forum) bezeichnet.

Im Jahre 1313
wird schon ein Münzmeister in Obervellach genannt, ein Beweis für die Wichtigkeit unseres Marktes schon im Spätmittelalter.

Im 15. Jh.
gehen den Görzer Grafen im Frieden von Pusarnitz die Mölltaler Besitzung an Kaiser Friedrich III. verloren, das Mölltal wird kaiserlich-habsburgerisch-österreichisch.

Im Jahre 1490
werden die Marktrechte auf kaiserliche Anordnung niedergeschrieben.

Im Jahre 1494 und 1516
bestätigt Kaiser Maximilian I. die Privilegien zur Abhaltung von Wochenmärkten, fördert den Bergbau und führt die landesfürstliche Fron ein.

Im Jahre 1509
bestimmt derselbe Kaiser den Markt Vellach zum Sitz des Oberstbergmeisteramtes in Innerösterreich.

Im 16. Jh.
erreicht der Gold- und Silberabbau seine höchste Glanzzeit.

Im Jahre 1557
dürfen die Obervellacher Bürger erstmals ihren Bürgermeister und einen Marktrichter wählen.

Im Jahre 1560
wird dem Markt ein Wappen verliehen.

Im 17. Jh.
verarmt unser Markt mit dem Niedergang des Edelmetallbergbaues und der allgemeinen Münzverschlechterung (Inflation). Dazu kommen noch mehrmals schwere Überschwemmungen und Vermurungen durch den Kaponigbach (Gießen), erdrückende Steuern während des Dreißigjährigen Krieges und die Last der Einquartierung durchziehender Truppen.

Im Jahre 1689
entdeckt der Hirte Georg Pritschnig in der Großfragant ein Kupfervorkommen, dessen Abbau bis 1923 betrieben wird und dem Markt wieder neuen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.

Im Jahre 1717
erreicht eine Gieß des Kaponigbaches den Wasserhöchststand und richtet unsagbaren Schaden an.

Im Jahre 1740
kehren 50 Bergknappen aus Belgrad zurück, sie brachten eine Fahne, aber auch die Pest mit, an welcher 200 Menschen starben.

Im Jahre 1753
im April bricht im Markt ein Feuer aus, welches das Rathaus und sechs andere Gebäude einäscherte.

Im Jahre 1797 bis 1814
wird Obervellach in die tiefeingreifenden Ereignisse der französischen Invasion unter Kaiser Napoleon Bonaparte hineingezogen.

Im Jahre 1828
trifft Obervellach wieder eine verwüstende Kaponigbach-Gieß.

Im Jahre 1849
wird Obervellach Sitz eines Bezirksgerichtes.

Im Jahre 1850
wird Obervellach Sitz einer Großgemeinde mit den Gemeinden Obervellach, Flattach, Mallnitz, Penk und Kolbnitz; Sitz eines Bezirksgerichtes, eines Gendarmeriepostens und eines öffentlichen Notariates.

Im Jahre 1856
wird das junge Kaiserpaar Franz-Josef und Elisabeth auf seiner Durchreise durch das Mölltal feierlich auf dem Marktplatz empfangen.

Im Jahre 1896
kommt es mit Genehmigung der Hofkanzlei zur Bildung der selbstständigen Gemeinden Obervellach, Flattach, Mallnitz und Penk.

Im Jahre 1905
wird das Kraftwerk Lassach für den Bau des Tauerntunnels fertiggestellt.

Im Jahre 1909
wird die Südrampe der Tauernbahn mit dem Bahnhof Obervellach durch Kaiser Franz Josef feierlich eröffnet.

Im Jahre 1916
wird die märktische Wasserversorgungsanlage errichtet.

Im Jahre 1931
wird die lange ersehnte Seilschwebebahn vom Markt Obervellach zum Bahnhof eröffnet. Ende des Jahres 1975 wird sie wieder stillgelegt.

Im Jahre 1941
wird die neue Mallnitzstraße eröffnet und der Bahnhof Obervellach ausgebaut.

Im Jahre 1963
feiern die Kirche und der Ort Obervellach ihr 1000-jähriges Bestehen.

Im Jahre 1968
wird das Schulzentrum mit der neuen Volks- und Hauptschule eingeweiht und eröffnet.

Im Jahre 1969
wird das Hallen- und Freibad in Obervellach eröffnet.

Im Jahre 1979
wird das Bezirksgericht Obervellach aufgelassen.

Im Jahre 1990
wird das Mölltaler Tenniszentrum eröffnet.

Im Jahre 1997
wird in der Gemeinde Obervellach mit der Errichtung des Ortskanales begonnen. 

Im Jahre 2000
werden der neue Marktplatz sowie das neue Erlebnisbad in Obervellach sowie das Klärwerk des Reinhalteverbandes Mölltal in Stallhofen eröffnet.

Im Jahre 2001
werden der neue Wirtschaftshof mit dem Altstoffsammelzentrum in Räuflach und das erweiterte Feuerwehrrüsthaus eingeweiht und in Verwendung genommen.

Im Jahre 2005
wird die Marktgemeinde Obervellach zur siebenten Gemeinde im Nationalpark Hohe Tauern ernannt.

Im Jahre 2011
wird die neu gestaltete Groppensteinschlucht Obervellach mit spektakulären Steiganlagen und Brücken eröffnet.  

Im Jahre 2018
wurden durch schwere Unwetter und das Sturmtief „Vaia“ große Schäden (Überschwemmungen, Murenabgänge und einige hundert Hektar zerstörte Wälder) verursacht.  

Im Jahre 2019
Baubeginn der Um- & Ausbauarbeiten des Volksschulgebäudes mit Kindergarten und Musikschule zum Bildungscampus Obervellach.

Im Jahre 2019
verursachte das Unwettertief „Günther“ immense Schäden (Murenabgänge, Hangrutschungen) im Gemeindegebiet von Obervellach.

Im Jahre 2020
tritt im Februar die COVID-19-Pandemie in Österreich auf, welche ein Teilgeschehen der weltweiten COVID-19-Pandemie ist, die Ende 2019 in der chinesischen Metropole Wuhan ihren Ursprung hatte. Die Österreichische Bundesregierung verhängte im März 2020 den ersten Lockdown.  

Im Jahre 2020
Errichtung des Schulclusters "Mittleres Mölltal", welcher aus der Mittelschule Obervellach,der Nationalpark Volksschule Obervellach, der Volksschule Flattach und der Nationalpark Volksschule Mallnitz besteht. 

Beginn des Neubaus des ÖBB Wasserkraftwerks Obervellach II.

Im Jahre 2021
im Oktober Eröffnung des neuen Bildungscampus in Obervellach.

 


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